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Diarrhoe (Durchfall)

Durchfall ist als vorübergehendes Symptom meist harmlos. Besteht die Diarrhoe jedoch über einen längeren Zeitraum und treten Symptome wie Gewichtsverlust auf, sollte eine diagnostische Abklärung angestrebt werden. 

Die Ursachen der Verdauungsstörung können vielfältig sein – sie reichen von bakteriellen oder viralen Infektionen über Nahrungsmittelunverträglichkeiten bis zu psychischen Ursachen. In seltenen Fällen kann eine anhaltende Diarrhoe Anzeichen für eine chronisch entzündliche Darmerkrankung sein. 

Wann spricht man von einer Diarrhoe?

Das Symptom Durchfall beruht auf einem Ungleichgewicht im Darm zwischen aufgenommener und ausgeschiedener Flüssigkeit. Bei Durchfall wird die Flüssigkeit nicht vom Darm resorbiert und mit dem Stuhl ausgeschieden. 

Per definitione besteht Durchfall, wenn ein Erwachsener mehr als dreimal täglich ungeformten bis flüssigen Stuhlgang angibt – meistens ist auch das Stuhlvolumen erhöht. Man unterscheidet zwischen akuter Diarrhoe, die maximal zwei Wochen andauert und lang anhaltender chronischer Diarrhoe. Sie tritt zum Beispiel im Rahmen chronisch entzündlicher Darmerkrankungen auf. Hier dauert der Durchfall länger als vier Wochen an. 

Welche Ursachen kann Durchfall haben? 

Die akute Form der Diarrhoe kann verschiedene Auslöser haben. Hier liegt meist eine Infektion mit Bakterien oder Viren zugrunde. 

Kontaminierte oder überlagerte Lebensmittel können daher ebenso zu akutem Durchfall führen. 

Die chronische Diarrhoe steht in der Regel in direktem Zusammenhang mit organischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Divertikulitis oder entsteht bei Unverträglichkeiten bestimmter Lebensmittelinhaltsstoffe (Lactose, Gluten) . Auch eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder hormonelle Störungen können Ursache des Durchfalls sein. 

Nähere Informationen über Ursachen einer Diarrhoe geben wir Ihnen gerne innerhalb einer persönlichen Beratung in unserer Gastroenterologie im Zentrum Münchens. 

Bei welchen Symptomen ist ein Arztbesuch anzuraten?

Meist ist Durchfall ungefährlich und lässt sich mit Schonkost beheben. Ist die Diarrhoe jedoch kreislaufbelastend oder hält länger als einige Tage an, sollte eine diagnostische Abklärung angestrebt werden. Bei länger anhaltendem heftigem Durchfall besteht die Gefahr einer Austrocknung (Dehydratation), da der Körper große Mengen Flüssigkeit und Mineralsalze (Elektrolyte) verliert. Dringend abklärungsbedürftig sind Diarrhoen, wenn dem Stuhlgang Blut oder Schleim beigemengt sind. 

Wie sieht die Diagnostik aus?

Bei der Anamnese wird insbesondere nach auf Reisen sowie eventuelle Vorerkrankungen gefragt. Zur weiteren Abklärung dienen körperliche Untersuchung sowie Stuhl- und Blutuntersuchungen. Wird die Ursache im Kolon- also im Dickdarm vermutet, sollte eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchgeführt werden. Komplettiert wird die Diagnostik durch eine Ultraschalluntersuchung.

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

 

Akute Diarrhoe

Bei akutem Durchfall sollte der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten ausgeglichen werden, um eine Dehydration des Patienten zu verhindern. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Patienten, die durch eine Herz- oder Nierenerkrankung vorbelastet sind. 

Gesunde Erwachsene sollten etwa drei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen, außerdem empfiehlt sich für einige Tage eine Kost, die den Darm nicht zusätzlich belastet. 

Mitunter kann es notwendig sein, den Durchfall kurzzeitig mit Medikamenten zu behandeln. Die Einnahme von Antibiotika sollte erwogen werden, wenn eine bakterielle Infektion nachgewiesen wurde. 

Chronische Diarrhoe

Bei chronischem Durchfall ist eine ursachenbezogene Therapie obligat. Spezielle Diäten bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, zum Beispiel bei der Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) oder bei Intoleranzen gegen Lactose oder Fruktose können erforderlich werden. Tritt eine chronische Diarrhoe im Rahmen einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn auf, ist eine entzündungshemmende, ggf. immunsupprimierende Behandlung einzuleiten. 

Kontakt

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