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Gallensteine

Gallensteine lassen sich sonographisch bei jedem Sechsten auffinden, allerdings ist das reine Vorliegen der Steine nicht immer mit assoziierten Beschwerden verbunden. Kommt es allerdings zu einer Entzündung der Gallenblase oder zu Gallenkoliken, sollte die Gallenblase als Reservoir der Konkremente (Ablagerungen) entfernt werden. 

Welche Aufgaben hat unsere Galle?

Die Gallenblase nimmt die in der Leber produzierte Gallenflüssigkeit auf und speichert diese.  Die Galle wird zur Verdauung von Fetten benötigt und bei Bedarf in den Darm abgegeben. Dennoch ist die Gallenblase bei einer abgestimmten Ernährung nicht lebenswichtig, da der Organismus in der Lage ist, auch ohne Speicher schnell ausreichend Gallensekret zu produzieren und bereitzustellen.  

Was sind Gallensteine?

In der Gallenblase können sich Steine verschiedener Größe ansammeln, diese können sich als Gallengries oder aber auch als große Konkremente repräsentieren. Je nach der Zusammensetzung unterscheidet man Bilirubinsteine und Cholesterinsteine, die auch unterschiedliche Entstehungsmechanismen aufweisen. 

Welche Ursachen haben Gallensteine?

Die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Gallensteinen lassen sich in der 6 F Regel zusammenfassen.

female - weibliches Geschlecht

fertile - höheres Risiko durch mehrere Schwangerschaften

fair - hellhäutig

family - Vererbung, gehäuft in Familien

fat - Übergewicht

forty - Zunahme mit dem Alter, Anstieg nach dem 40. Lebensjahr

Der Entstehung von Gallensteinen liegt ein Ungleichgewicht bei der Zusammensetzung der Galle zugrunde, wodurch es zum Auskristallisieren der Bestandteile kommt. Besondere Ursachen der Gallensteinentstehung, insbesondere bei Auftreten von Bilirubinsteinen können eine intensivere Abklärung durch einen Spezialisten erforderlich machen. 

Was sind die Symptome?

Lediglich 25 Prozent aller Betroffenen leiden tatsächlich unter Beschwerden durch die Gallensteine. Zu diesen zählen Schmerzen im Oberbauch,  bis in den Rücken und die rechte Schulter ausstrahlend, Übelkeit, Völlegefühl oder Bauchkrämpfe. 

Kommt es in der Folge der Gallensteine zu einer Entzündung der Gallenblase selbst,  können auch Fieber und Schüttelfrost auftreten.

Wenn die Konkremente aus der Gallenblase in den Gallengang wandern, können sie diesen verschließen und zu einer Cholangitis - einer Entzündung der Gallenwege führen. Selten kann auch die Bauchspeicheldrüse betroffen sein und mit einer Entzündung reagieren, wenn abgehende Steine den Pankreasgang verlegen.

Diagnose bei Gallensteinen

Gallensteine lassen sich sehr sicher und schnell mittels einer Ultraschalluntersuchung nachweisen. 

Liegen typische abdominale Beschwerden vor, kann eine Blutuntersuchung rasch Hinweise geben, ob diese durch die bestehenden Konkremente bedingt sind. Differentialdiagnostisch sollte auch immer eine Erkrankung des Magens ausgeschlossen werden. MRCP und ERCP sind weiterführende diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die insbesondere eingesetzt werden, wenn Steine im Gangsystem vermutet werden. 

Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten bei Gallensteinen

Nach einer Entzündung der Gallenblase wird diese  in der Regel chirurgisch entfernt. Heute kommen hierbei insbesondere minimalinvasive Verfahren zur Anwendung, die sogenannte "Knopflochchirurgie". Operationszeit, Komplikationsrisiko und Dauer des stationären Aufenthaltes werden hierdurch erheblich reduziert. Gelegentlich werden auch endoskopische Maßnahmen erforderlich, insbesondere, wenn sich Steine im Gallengangsystem befinden und somit einer ERCP, einer retrograden endoskopischen Untersuchung über Magen und Zwölffingerdarm zugänglich sind. 

In diesem Fall können derartige Konkremente unter Sedierung während eines endoskopischen Eingriffes entfernt werden. 

Kontakt 

Gern beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch genauer zum Thema Gallensteine. Vereinbaren Sie einen Termin mit Frau Dr. Dobrikat in der Gastroenterologie im Zentrum in München über unser Kontaktformular oder telefonisch unter 089 - 55 05 14 99