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Reizdarm
(Colon irritabile)

Diese auch als Colon irritabile bezeichnete funktionelle Darmerkrankung betrifft etwa 10% der Bevölkerung und kann zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen führen.

Was versteht man unter einem Reizdarm?

Definiert wird die Erkrankung durch einen Symptomkomplex aus abdominellen Schmerzen im Zusammenhang mit Stuhlgangsunregelmäßigkeiten über mindestens drei Monate, ohne dass strukturelle oder biochemisch nachweisbare pathologische Befunde vorliegen. Es handelt sich also um eine rein funktionelle Erkrankung.

Welche Ursachen hat das Reizdarmsyndrom?

Wurden früher psychische Faktoren für die Erkrankung verantwortlich gemacht, weisen neue Forschungsergebnisse auf andere Auslöser hin. Heute geht man von einem multifaktoriellen Geschehen aus. Dabei spielen genetische Faktoren ebenso eine Rolle wie eine viszerable Hypersensitivität, Veränderungen in der Motilität des Darmes und die Zusammensetzung der Darmflora. Nachgewiesen wurde außerdem auch ein Zusammenhang mit vorangegangenen Darminfektionen durch bestimmte Bakterien, diese Form wird als postinfektiöses RDS bezeichnet. Stress und psychische Belastungen können den Verlauf negativ beeinflussen und führen zu einer Zunahme der Beschwerden.

Welche Symptome und Beschwerden verursacht der Reizdarm?

Die Darmerkrankung bietet ein vielschichtiges Beschwerdebild, in dem Symptome einzeln oder kombiniert auftreten können. Als Leitsymptome des Reizdarms gelten Darmbeschwerden wie diffuse Bauchschmerzen, die in Verbindung mit Durchfall oder Verstopfung - also Stuhlgangsunregelmäßigkeiten auftreten. Betroffene leiden mindestens drei Monate an wiederkehrenden Beschwerden. Es werden verschiedene Patientengruppen unterschieden, je nachdem, ob Obstipation, Diarrhoe oder die Schmerzsymptomatik im Vordergrund stehen. Haben Sie Verdacht auf einen Reizdarm, geht Frau Dr. Dobrikat in der Gastroenterologie im Zentrum Münchens gerne genauer mit Ihnen auf die jeweiligen Symptome ein.

Welche Rolle spielt die Ernährung beim Reizdarm?

Im Rahmen der Diagnostik sollten Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Ursache der Beschwerden ausgeschlossen werden. Die Verträglichkeit bestimmter Lebensmittel muss jeder Patient individuell für sich austesten, stark blähende Speisen werden überwiegend eingeschränkt vertragen.

Wie wird das Reizdarmsyndrom diagnostiziert?

Die Diagnose RDS ist eine Ausschlussdiagnose, das heißt, es sollten organische  Erkrankungen mit einem ähnlichen Beschwerdebild ausgeschlossen werden.

Neben der Erhebung der Anamnese und der klinischen Untersuchung ist die Durchführung eines Basislabors und einer Sonographie anzuraten. Außerdem wird die Indikation zur Koloskopie überprüft.
Je nach Beschwerdebild des Patienten sind ggf. einige Zusatzuntersuchungen, wie zum Beispiel Atemtests zum Ausschluss einer NMUV oder weiterführende Laboruntersuchungen sinnvoll.

Welche Behandlungs­möglichkeiten gibt es?

Die Therapie des Reizdarmsyndrom hängt von den individuellen Beschwerden des Patienten und seinen Leitsymptomen ab. Neben medikamentöser und ernährungsmedizinischer Behandlungskonzepten kommen auch begleitende  psychologische Therapiekonzepte zur Anwendung.

Tipps für Betroffene

Obwohl keine organische Befunde vorliegen, ist das RDS eine die Lebensqualität erheblich beeinträchtigende Erkrankung. Durch Umstellung der Ernährung und einen gesunden Lebensstil können Sie Ihre Erkrankung positiv beeinflussen. Sinnvoll ist auch die Anwendung von Entspannungstechniken bei der Bewältigung von Stresssituationen.

Kontakt

Sie erreichen uns in unserer Gastroenterologie im Zentrum in München über das Kontaktformular oder telefonisch unter 089 -55 05 14 99.